top of page
Suche

Von Bergen über 260km Landschaftsroute zum Lysefjörd

  • Autorenbild: michaelbernhardt19
    michaelbernhardt19
  • 30. Aug. 2021
  • 5 Min. Lesezeit

Von Bergen aus steuerten wir auf direktem Wege Hara an, den Beginn unserer nächsten norwegischen Landschaftsroute mit dem sperrigen Namen Ryfylke. 260 km abwechslungsreiche Natur warteten auf uns. Bevor es soweit war machten wir einen Zwischenstopp entlang der Straße. Eigentlich recht unspektakulär, aber was ist in Norwegen schon unspektakulär? Am nächsten Morgen blitzte zwischen den Berggipfeln der Gletscher hindurch.



Der Tag begann mit einem steilen Anstieg ins Gebirge und einer leichten Unsicherheit. Ein entgegenkommendes deutsches Pärchen im VW Bus meinte, dass es oben ganz schön eng werden würde und sie bereits Wohnmobile gesehen hätten, die umgedreht wären. Also was tun? Bei 260 km hatten wir keine Lust bei der Hälfte umdrehen zu müssen🤔 Nachdem wir noch 1-2 weitere Meinungen eingeholt hatten wagten wir das Unterfangen und bereuten es nicht. Ja es wurde eng, aber irgendwie fanden wir immer eine Haltebucht zum Ausweichen und im Zweifel half das klassische Hupen vor einer Kurve😊.


Mitten im Gebirge wählten wir ein schönes Plätzchen für unser Mittagessen aus. Bei leckeren Wraps plauderten wir mit einem schwedischen Papa und seinen beiden Kids, die auf ihren Motorrädern unterwegs waren. Eine sehr nette Begegnung, die uns noch nützlich sein sollte.


Lost & Found, Part 1

Denn wenig später fiel uns auf, dass wir Noels Schuh verloren hatten👠. Es waren seine Lieblingsschuhe, die er wirklich bei jeder Gelegenheit trug. Unsere Hoffnung war, dass die Motorradfahrer ihn fanden, einholen würden sie uns ohnehin. Leider wählten wir unseren nächsten Stopp etwas abseits der Route an einem Spielplatz. Just in dem Moment wurden wir natürlich unbemerkt überholt. Wie es so sein sollte hielten sie jedoch an genau dem Aussichtspunkt, den auch wir als nächstes ansteuerten - und hatten tatsächlich Noels Schuh dabei💪. Mit einem glücklichen und etwas ungläubig schauenden Noel ging die Reise weiter.


So langsam neigte sich der Tag dem Ende entgegen und es wurde Zeit einen Übernachtungsplatz zu finden. Leider ließen wir zwei schöne Plätze in der Sonne mit Aussicht liegen, weil wir guter Dinge waren noch einen besseren zu finden. Und so lehrte uns diese kleine Suche, dass man manchmal zufrieden sein sollte mit dem was man hat 😊 Am Ende standen wir zwar direkt am Fjord, jedoch im Schatten einer Bergkette und mit einer Fischzucht direkt vor der Nase - zugegeben, ich (!) jammere hier auf sehr hohem Niveau (und die Drohne hatte die weitaus bessere Aussicht😉).




Am nächsten Tag überquerten wir den Fjord mit der Autofähre, eine willkommene Abwechslung bei den vielen Kilometern, die wir auf der Straße zurück legten. Unser Ziel war der Preikestolen Campingplatz. Und wie es hier weiterging seht ihr hier:



Nach diesem kleinen Abenteuer ging es für uns weiter Richtung Südküste und ihr ahnt es schon, auf eine weitere Landschaftsroute 😊


Wir wählten den sogenannten Jæren, der sich 40 km entlang der norwegischen Südküste von Bore nach Ogna schlängelt.

Und wie heißt es so schön: „Wer keine Erwartungen hat, kann nur überrascht werden“. Und genau so ging es uns hier. Andere Reisende meinten, die Tour sei nicht besonders spektakulär, da sie weitestgehend auf normalen Straßen verläuft, aber wir müssen sagen, uns hat die Südküste total begeistert und allein hier hätten wir 2 Wochen verbringen können.

Erster Halt auf unserer Route war der Orrestranda Sandstrand. Endlich konnten wir unser letztes Reisegeschenk für die Jungs loswerden - ihre eigenen Drachen. Das Nachmittagsprogramm war somit klar und sie genossen es bei tollen Sonnenschein ihre neuen Drachen steigen zu lassen und wir erfreuten uns an ihrem überglücklichen Anblick.



Die Stellplätze an der Südküste sind etwas rarer gesäht, da viel Fläche privat und eingezäunt ist. Umso mehr freuten wir uns über diesen Spot und das tolle Fotomotiv. Luan und Noel freuten sich zwei Schiffe dabei zu beobachten, wie sie mit ihren Kränen Seegras vom Meeresgrund holten (zur Futtergewinnung für die Tiere, wie man uns sagte).



Am Tag darauf ging unser Strandhopping weiter. Am Himmel war keine Wolke zu sehen, doch der Wind verhinderte, dass das Thermometer nennenswert über 20 Grad kletterte. An Sonnencreme dachten wir da natürlich nicht und wurden mit einem etwas geröteten Gesicht belohnt🙈

Wir genossen die Zeit am Brusand Strand, jedoch auch mit halbem Auge auf die Uhr schielend, da wir mittlerweile unsere Fähre nach Dänemark gebucht hatten und in den nächsten 2 Tagen noch einiges an Strecke vor uns lag.



Lost and Found, Part 2

Daher machten wir uns gegen Nachmittag auch wieder auf den Weg, und es dauerte nicht allzu lange da wartete ein kleiner Schock auf uns.

Beim Einkaufen stellten wir fest, dass unsere Kreditkarte fehlte. Nachdem wir das ganze Wohnmobil auf den Kopf gestellt hatten, blieb eigentlich nur die Möglichkeit, dass wir sie bei unserem letzten Strandbesuch verloren hatten. Glücklicherweise hatten wir auf dem Parkplatz eines Campingplatzes geparkt, und so hofften wir, dass sie dort gefunden wurde. Ein Anruf bei der Rezeption brachte die erhoffte Erleichterung: Unsere Karte wurde auf dem Parkplatz gefunden. Wir hatten dort das Parkticket bezahlt und direkt danach ist Noel hingefallen. Wahrscheinlich ist Ines die Karte aus der Hand gefallen, als sie ihn auf den Arm nahm. Dankbar und froh setzen wir unsere Fahrt dort - die Stunde „Umweg“ nahmen wir gerne in Kauf👏



Auch unserer nächster Übernachtungsplatz war ein Volltreffer - wir hatten einen Lauf😎

Gemeinsam mit einigen anderen Deutschen teilten wir uns einen herrlichen Platz an einem kleinen See unmittelbar neben der Landstraße.

Mit den letzten Sonnenstrahlen sprang ich von einem kleinen Felsen in den See, unter bewundernden, vielleicht auch etwas ängstlichen Blicken meiner Jungs🤣 life can be so easy 🤙



Und das Strandleben ging weiter☀️Aufgrund unserer begrenzten Zeit mussten wir die ein oder andere Sehenswürdigkeit auslassen und entschieden uns als Nächstes für den goldenen Sandstrand in Norwegens Süden - dem Kanelstrand.


Tatsächlich schien der Sand hier eine Spur gelber als an den Stränden zuvor zu sein, „der goldene Strand“ ist aber wohl doch eher das Werk der lokalen Tourismusbranche.

Für zukünftige Norwegen Urlauber hier noch der Link zu einem, wie wir fanden, sehr informativen Blog mit vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Südküste (https://www.nordlandblog.de/faszination-suednorwegen-24-highlights-und-tipps-entlang-der-schoensten-routen/).


Gegen Abend machten wir uns dann auf den Weg zu unserem letzten Stopp in Norwegen, dem beschaulichen Örtchen Risor. Leider kamen wir dort erst um 20 Uhr an, sodass der gemütliche Stadtbummel ausfiel und wir uns direkt auf die Suche nach einem netten Restaurant für unser „Norwegen-Abschluss-Essen“ machten. Risor hat eine der besterhaltensten Holzhaussiedlungen Europas, und wurde einst sogar zur schönsten Holzstadt des Landes gekürt.


Umso trauriger zu sehen, was passiert wenn hier ein Feuer ausbricht. Vor kurzem fiel ein ganzes Straßeneck den Flammen zum Opfer - die Spuren waren leider noch deutlich zu sehen🥲. Wir bedauerten auch etwas, dass wir am nächsten Morgen direkt weiter mussten, denn an diesem Wochenende kündigte sich noch ein großes Seglerfest an und der Hafen war bereits voll mit tollen Segelbooten. Aber die Fähre wartete und so fuhren wir spät abends wieder wenige Kilometer aus dem Ort hinaus, um einen schönen versteckten Parkplatz anzusteuern, den wir auf dem Hinweg entdeckten.

Ein letztes Frühstück am See und dann nahmen wir Kurs auf das Fährterminal von Langesund. Wir waren nur noch 2h südlich von Oslo und sind somit in den letzten 2 Wochen beinahe einmal im Kreis durch Südnorwegen gefahren. Um 14.30 Uhr ließen wir schließlich Norwegen hinter uns.

Und wo uns die Fähre hinbrachte, erfahrt ihr in unserem nächsten Beitrag😉.

Soviel vorab, es ging mit großen Schritten der Heimat entgegen.


 
 
 

Comments


Beitrag: Blog2_Post
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn

©2021 LebensZeit. Erstellt mit Wix.com

bottom of page